Veganer russischer Zupfkuchen


Russischer Zupfkuchen war einer der ersten Kuchen, die ich je selbst gebacken habe und hat ein wenig meine Backlust geweckt.

Ich hatte noch nie welchen gegessen, aber auf irgendeiner Kakaopackung war damals hinten das Rezept aufgedruckt und dann habe ich natürlich das ausprobiert als ich Lust auf Kuchen hatte. Und was soll ich sagen, es war einfach mega!

Ich erinnere mich noch genau wie Stolz ich war, ihn selbst gebacken zu haben, und wie wahnsinnig lecker er war.

Russischer Zupfkuchen entwickelte sich so sogar zu einem meiner Lieblingskuchen, den ich echt immer wieder gemacht habe. Damals allerdings natürlich mit Milch und einer Menge Eiern.
Das mache ich inzwischen natürlich nicht mehr so.

Inzwischen hatte ich schon wirklich eine lange Zeit keinen Zupfkuchen mehr gegessen (auch, weil ich inzwischen eine andere Kakaopackung habe) und habe dann aber ein Bild auf Pinterest gesehen, dass meine Lust direkt wieder entfacht hat.

Also bin ich in den BioMarkt um eine geeignete Quarkalternative zu finden und hab mich direkt ans Werk gemacht.

Achtung Spoiler: Der Kuchen ist super geworden.

Und mit der geeigneten Zupfenform auch perfekt für den Kaffeetisch an einem der Osterfeiertage.

Für die Zupfen habe ich einen Keksausstecher in Hasenform benutzt, du kannst aber natürlich auch jeden anderen Ausstecher nehmen, den Teig einfach traditionell drauf „zupfen“ oder mit der Hand kleine Ostereier formen und drauf tun.

Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Warum auch immer alles traditionell machen?


Du hast einen Blumen Fondant Ausstecher? Super!

Auch Gläser unterschiedlichster Größen können als Ausstecher dienen und den Kuchen dadurch mit verschiedenen Kreisen schmücken.

Jetzt kommen wir aber mal wirklich zum Rezept. Es ist super einfach, geht schnell und macht auf jeden Fall was her, wenn es fertig ist.

Anstatt der Stärke kannst du übrigens auch Vanillepuddingpulver nehmen, dann brauchst du auch keine Vanilleschote mehr.
Meiner Meinung nach schmeckt es aber besser ohne Puddingmischung.
Es funktioniert aber tatsächlich auch ohne Puddingpulver und ohne Vanille und schmeckt auch dann noch super.

Also ran an den Ofen und auf gehts!

Zutaten:

Boden & Zupfen

175g Mehl Typ 1050

75g Vollkornmehl

50g Kakao (ungesüßt)

1 Pck. Backpulver

50g Nussmuß (3 EL) (ich habe Erdnussmuß verwendet, wer den Geschmack nicht mag kann es aber ein beliebig Nussmuß nehmen, z.B. Mandel oder Cashew)

50g Zucker

125ml Sojamilch (oder eine andere pflanzliche Milchalternative)

Füllung

600g Sojaquark

65g Stärke (oder Vanillepuddingpulver)

20g Vanillezucker

Mark einer Vanilleschote (optional)

100g brauner Zucker

1/2 EL Zitronensaft

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 170° Ober- und Unterhitze vorheizen (Umluft 150°)
  2. Alle trockenen Zutaten für den Boden mischen.
  3. Die flüssigen Zutaten einkneten, es sollte ein festerer Teig sein, der nicht mehr klebt.
  4. Den Teig ausrollen und auf dem Boden und Rand der Springform verteilen, 1/4 des Teiges dabei übrig lassen.
  5. Alle Zutaten für die Füllung in einer Schüssel mit dem Handrührgerät mischen und auf den Boden geben.
  6. Aus dem übrig gebliebenen Teig jetzt entweder kleine Stücke zupfen oder den Teig ausrollen und mit beliebiger Ausstechform Formen für oben ausstechen und auf der Masse verteilen.
  7. Den Kuchen für ca. 40 Minuten in den Ofen geben, ab 30 Minuten aber immer mal wieder nachschauen.

Linsen Kofta in cremiger Tomatensoße

Es gibt bestimmte Gerichte, die wärmen nicht nur den Körper, sondern auch das Herz.
So richtiges Soulfood eben. Und das Gericht, das ich euch heute vorstellen möchte, hat (zumindest bei mir) genau diesen Effekt.
Ich fühle mich wohl und irgendwie fast schon behütet, während ich dieses Essen genieße und mich freue, dass ich mir so etwas tolles gemacht habe.

Esst ihr gerne indisches Essen? Wenn wir auswärts essen, essen wir tatsächlich meistens indisch, auch weil die Auswahl an veganen Gerichten oft doch ziemlich hoch ist.
Da ist man tatsächlich schon schnell überfordert durch die Menge an Möglichkeiten (oder es liegt nur an mir).

Heute habe ich allerdings ein indisch-inspiriertes Gericht zum Nachkochen für Zuhause für euch.

Das Rezept ist nicht sonderlich charf, mit etwas mehr Chilli/-pulver sollte es aber auch super schmecken.

Dieses Rezept ist echt eines meiner absoluten Lieblingsgerichte und ich koche es wirklich viel zu selten.
Und auch mein Freund ist immer begeistert und spricht mich darauf an, dass es das doch öfter geben sollte.

Dabei ist das Rezept wirklich einfach und geht eigentlich auch recht schnell.

Also gut, es ist keines meiner typischen „ich-koche-Nudeln-und-mache-was-in-der-Zeit-fertig-ist-Gerichte“. Aber lange dauert es trotzdem nicht.

Die Masse für die Kofta ist schnell gemacht und auch die Soße entsteht ohne Probleme, während man den Reis zubereitet. Und während die Linsen vorher gekocht werden, kann man auch noch andere Dinge machen.
Also lasst euch nicht von der Zutatenliste abschrecken, es ist wirklich nicht kompliziert und dafür habt ihr etwas richtig tolles zubereitet.

Ich habe hierfür Tapioka Mehl benutzt, wenn ihr das nicht zuhause habt, könnt ihr auch normales Mehl oder einfach mehr Haferflocken nehmen.

Kofta bedeutet übrigens eigentlich „Fleischbällchen“, der Begriff wird aber auch für vegetarische Bällchen genutzt.

Ich wollte allerdings keine traditionellen vegetarischen Kofta machen (wobei diese ohnehin oft mit Paneer(indischem Käse) sind) sondern andere eigene Kofta kreiren, die anstatt der Fleischbällchen gegessen werden.

Und so sind diese superleckeren rote Linsen Kofta entstanden und sie sind ein richtiges schlechtes-Wetter-Wohlfühlessen geworden, mit dem man auch super seine Gäste bewirten kann (auch die omnivoren Gäste).

Zutaten für ca. 4 Personen:

Linsen Kofta:

  1. 400g rote Linsen
  2. 75g Haferflocken
  3. 5 flache EL Leinsamen
  4. 3 große Knoblauchzehen
  5. 1 EL Tapioka Mehl (kann auch durch normales Mehl ersetzt werden)
  6. 4 EL Semmelbrösel oder Vollkornmehl
  7. 1 geh. EL Tomatenmarkt
  8. 1 geh. TL geräuchertes Paprikapulver
  9. 2 EL Sojasoße
  10. 1 geh. EL Walnüsse
  11. 1 geh. EL Kürbiskerne
  12. etwas Pflanzenöl (ich nehme Raps, anderes geht aber genauso gut)

Cremige Tomatensoße:

  1. 600 ml passierte Tomaten (ihr könnt auch etwas mehr oder weniger nehmen)
  2. 1 Dose Kokosmilch
  3. 1 Zwiebel
  4. 2 EL Zitronensaft
  5. 1/2 TL Chilliflocken
  6. 4 flache TL Garam Masala (indische Gewürzmischung)
  7. 1 geh. TL Kurkuma
  8. 1/2 flacher TL Ingwerpulver
  9. Salz & (schwarzer) Pfeffer

Außerdem 400g Reis als Beilage.

Zubereitung:

  1. Die Linsen abspülen und 10 Minuten in Wasser kochen.
  2. Das Wasser abgießen und die Linsen gemeinsam mi den anderen Zutaten für die Kofta außer den Walnüssen und Kürbiskernen in den Mixer geben (es sollte auch mit einem hohen Gefäß und einem Stabmixer funktionieren, das habe ich aber nicht ausprobiert).
  3. Mixen bis eine homogene Masse entstanden ist. Die Dauer ist je nach Mixer unterschiedlich, ein paar feste Bestandteile sind allerdings kein Problem.
  4. Dann die Walnüsse und Kürbiskerne dazu geben und noch ein paar Sekunden mixen. Es sollen ein paar festere Stücke bleiben. Wenn ihr das nicht mögt, könnt ihr natürlich auch alles gemeinsam mixen.
  5. Aus der Masse kleine Bällchen formen.
  6. Den Reis aufsetzen und für ca. 20 Minuten köcheln lassen (je nach Reisart unterschiedlich, Packungsanweisung beachten)
  7. In der Zwischenzeit eine große Pfanne mit etwas Öl auf mittlerer Stufe erhitzen und die Bällchen hineingeben.
  8. Die Bällchen 5 Minuten braten, dabei immer wieder wenden.
  9. In der Zwischenzeit die Zwiebel schneiden.
  10. Nach den 5 Minuten die Zwiebel dazu geben und noch mal 1 Minuten braten. Die Kofta sollten jetzt gut angebraten und die Zwiebel leicht geschmort sein.
  11. Die passierten Tomaten und die Kokosmilch in die Pfanne dazu geben.
  12. Den Zitronensaft hineingeben und die Gewürze dazu mischen. Seid vorsichtig mit den Chilliflocken. Nehmt lieber erst wenig und probiert euch dann langsam bis zum gewünschten Schärfegrad vor.
  13. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  14. Die Soße köcheln lassen bis der Reis fertig gekocht hat.
  15. Alles warm servieren.
  16. Das Essen genießen 🙂

Bananen Snickers Shake

Der Winter neigt sich dem Ende zu und nachmittags ist es in der Sonne schon richtig angenehm. Und direkt habe ich Lust auf etwas süßes, kaltes und erfrischendes. Wie Eis.

Oder diesen super einfachen mega leckeren und gesunden Bananen Snickers Shake.

Und sind wir mal ehrlich, Schokolade macht echt alles besser, oder?

Das ist echt eines meiner absolut liebsten Wohlfühl-„Getränke“ für die wärmere Jahreszeit, wenn so langsam das Bedürfnis nach etwas kaltem den „Heiße-Schokolade-Wunsch“ ersetzt.
Versteht mich da bitte nicht falsch, Kakao geht definitiv immer, aber dieser kalte Shake in der Sonne ist wirklich einfach herrlich.

Ich hatte in letzter Zeit wieder etwas Stress und hatte deswegen weniger Zeit (oder eher Nerven) um hier zu schreiben, obwohl mir das eigentlich sehr viel Ruhe gibt und wahrscheinlich genau das ist, was ich in so einer Zeit eigentlich bräuchte.

Aber mit der Sonne kam auch etwas Ruhe zu mir zurück und ich bin froh, dass ich mich jetzt wieder den Dingen widmen kann, die ich wirklich gerne tue.

Und dazu gehört neben dem Backen, Kochen, Fotografieren und Schreiben eben auch das Probieren und Essen. Und dem widme ich mich immer gerne.

Ich will jetzt auch nicht mehr zu lange reden, ich hoffe ihr habt schon richtig Lust bekommen, euch mit eurem Schokoshake in die Sonne zu setzen und ein bisschen Energie zu tanken.

Wenn ihr nicht auf Erdnuss steht, könnt ihr natürlich auch ein anderes Nussmuß nehmen oder das einfach weglassen. Dann ist es eben ein Bananen Schoko Shake.

Je größer die Banane ist, desto dickflüssiger und süßer wird der Shake (auch je nach Reife). 2 kleinere Bananen funktionieren auch.

Das Rezept funktioniert mit jedem kleineren Mixer oder auch mit einem Pürierstab.

Zutaten für 1 (kleinen) Shake:

  • 1 große, sehr reife Banane
  • 100ml Wasser
  • 1 geh. EL Kakao
  • 1 geh. TL Erdnussmuß

Zubereitung:

  • Die Banane in Stücke schneiden/reißen.
  • Alles zusammen in einen Mixer geben und 1 Minute pürieren bis es eine homogene Masse ergibt.

Was trinkt ihr am liebsten, wenn ihr euch mal was richtig tolles gönnen wollt? Und seid ihr auch so Schokoladenliebhaber wie ich?

Pastinaken Nudeln – regional unverpackt

Zu einem meiner Vorsätze für dieses Jahr (und eigentlich auch generell dem Weg wie ich mein Lebem entwickeln und wer ich sein möchte) gehört mehr uneingepackte Lebensmittel ohne Plastik zu kaufen.

Gerade im Winter hat man da ja aber nun besonders was Obst und Gemüse betrifft deutlich weniger Auswahl als im Sommer. Man könnte also meinen da habe ich mir nicht gerade die einfachste Zeit ausgesucht (dabei habe ich eigentlich eher im November/Dezember angefangen, wobei das auch nicht besser ist).

Ich gehe also einmal die Woche auf dem Wochenmarkt und im Biomarkt einkaufen und packe es in meine eigenen Beutel und ICH HABE SO VIEL NEUES PROBIERT.

Und das obwohl Winter ist. Denn obwohl wir eigentlich durch die Globalisierung immer alles zur Verfügung haben, nutzen wir das doch – beim Thema essen – nicht so wirklich aus.

Dadurch, dass immer Tomaten, Paprika und frische Beeren da sind, ist von gerade saisonalen Lebensmitteln oft nicht viel zu sehen und wir kaufen nur immer wieder das gleiche, das ganze Jahr. Ich habe z.B. diesen Winter in keinem Supermarkt je Grünkohl gesehen, obwohl es doch als DAS Wintergemüse hier bekannt ist. Aber auf dem Markt konnte ich ihn dann kiloweise bekommen, höhö.

Und so geht es auch einigen nicht so bekannten Wintergemüse/-wurzelarten.

Ich hatte auch überhaupt keine Ahnung, was wann so wächst. Erdbeeren eher in Richtung Sommer, Spargel im Frühling und Kürbis zu Halloween. Das war so ziemlich mein ganzes Wissen bis ich mich dann Ende letzten Jahres etwas mehr damit beschäftigt habe.


Zu den mir unbekannten Lebensmitteln gehörte auch die Pastinake, welche ich in meinem Leben vorher noch nie gegessen habe und nur irgendwie wusste, dass es da wohl so etwas gibt.

Also habe ich mal geschaut, was man so damit machen kann. Und alles was dabei rauskam, waren Suppen und Eintöpfe. Ja das sind wärmende Wintergerichte, aber jetzt mal ehrlich, man muss doch auch andere Dinge im Winter essen/kochen können. Am besten noch mit frischem Grünkohl dazu.

Also habe ich diese Nudelpfanne mit Pastinakenstreifen kreiert und auch mein Freund war begeistert von der etwas morderneren Interpretation des Gemüses.

Es ist ein deftiges Gericht, dem durch die Pastinake und den nicht gekochten Grünkohl doch etwas frisches bleibt.

Gerade wer regional und trotzdem vielseitig kochen möchte, hat hiermit eine neue Zubereitungsidee welche mit der typischen Pastinakensuppe (die man auch super essen kann) nun mal so gar nichts zu tun hat.

Die Pastinake könnt ihr natürlich auch mit dem Spiralschneider nutzen, wenn ihr einen habt. Sonst nehmt den Sparschäler und schneidet das kleine Reststück einfach mit dem Messer.

Zu dem Gericht habe ich Sonnenblumenkerne angeröstet und sie am Ende noch drüber gegeben, was den Nudeln noch einen schön crunchigen Effekt verschafft hat.

Nun aber mal genug geredet, probiert es gerne aus und lasst euch überraschen.

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 große Pastinake
  • 3 EL Sojasoße
  • eine Hand voll Sonnenblumenkerne
  • eine große oder 2 kleine Knoblauchzehen
  • 200g Vollkornnudeln
  • 125g Räuchtertofu
  • eine große Hand voll Grünkohl (s. oben)
  • Kurkuma, Garam Masala, süßes Paprikapulver, Pfeffer & Salz
Den Grünkohl nur kurz unterrühren, damit er schön knackig bleibt.

Zubereitung:

  1. Die Pastinake mit dem Sparschäler in Streifen schneiden.
  2. Die Nudeln nach Packungsanweisung in leicht gesalzenem Wasser kochen.
  3. In der Zwischenzeit die Sonnenblumenkerne ohne Öl in der Pfanne rösten.
  4. Die Knoblauchzehe(n) vierteln und zu den Kernen in die Pfanne geben und 5 Minuten rösten.
  5. Die Kerne aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.
  6. Den Tofu in Stückchen schneiden und mit etwas Öl (ich nehme Rapsöl) für ca. 2 Minuten anbraten, dann die Pastinakenstreifen dazu tun.
  7. Die Pastinaken-Tofu-Mischung mit Kurkuma, Garam Masala und süßem Paprikapulver würzen.
  8. Dann die Sojasoße dazugeben und das ganze verrühren.
  9. Die inzwischen gekochten Nudeln mit 1 EL vom Nudelwasser untermischen und dann den Grünkohl dazugeben.
  10. Nur kurz unterrühren, mit (bestenfalls) frisch gemahlenem Pfeffer und den gerösteten Sonnenblumenkernen garnieren und servieren.

Was ist euer liebstes Wintergericht? Schreibt es mir gerne in den Kommentaren.

Zitronenwaffeln und Schokoladensoße

Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich Zitronen liebe? Sie passen zu so vielem und machen viele Gerichte einfach noch einen Tick spannender. Und eben auch erfrischender.

Gerade deshalb sind Zitronen ja vor allem im Sommer ein gerngesehender Gast, aber genau das ist auch der Grund warum ich jetzt im Winter so Lust darauf habe.

Dieses süße, zitronigsaure Aroma erinnert mich an wärmere Tage und ich genieße die Waffeln in meiner warmen Wohnung unter einer Decke während es draußen windet und regnet.

Man will schließlich immer das was man nicht haben kann, nicht? Aber mit diesen Zitronenwaffeln hole ich mir zumindest ein bisschen Warmwettergefühle zurück.

Kirschen passen auch perfekt dazu.

Für dieses Rezept braucht ihr keine außergewöhnlichen Zutaten, ihr braucht allerdings einen Mixer/Pürierstab/Smoothiemaker oder irgendetwas in der Art, um die Haferflocken klein zu machen bzw. zu mahlen. Oder ihr braucht doch eine außergewöhnliche Zutat, nämlich gemahlene Haferflocken.

Wer jetzt aber weder einen Mixer noch gemahlene Haferflocken und trotzdem Lust auf Waffeln hat, der nimmt einfach entsprechend mehr Mehl 😉

Nehmt aber auf jeden Fall eine Bio-Zitrone, da in diesem Rezept ja auch die Schale verwendet wird.

Ich habe in beiden Rezepten Ahornsirup verwendet, weil ich diesen karamelligen Geschmack sehr gerne mag. Ihr könnt aber auch ein anderes flüssiges Süßungsmittel nutzen oder festen Zucker und dann etwas mehr Flüsigkeit nehmen.

Zitronenwaffeln (ca. 4 belgische Waffeln)

Zutaten:

100g Haferflocken

150g Dinkelmehl (es funktioniert auch mit Weizenmehl)

200ml Kokosmilch inkl. Creme – das entspricht einer halben Dose

100ml Wasser (ich habe einfach Krankwasser genommen und es hat super funktioniert)

1/2 große Bio-Zitrone inkl. Schale

1/2 Pck. Backpulver

4 EL Ahornsirup

Zubereitung:

  1. Die Haferflocken ein paar Sekunden im Mixer mahlen bis eine mehlige Konsistenz entstanden ist
  2. In einer großen Schüssel die Haferflocken, das Mehl, das Backpulver, eine kleine Prise Salz und den Abrieb der halben Zitrone vermischen.
  3. In einem Messbecher die Kokosmilch, das Wasser und den Ahornsirup mischen.
  4. Die Zitrone über der Mehlmischung ausdrücken und dann die flüssigen Zutaten dazu geben und mit dem Handrührgerät kurz rühren. NICHT ÜBERRÜHREN, sonst bindet der Teig nicht so gut.
  5. Mit etwas geschmacksneutralem Öl auf einem Küchentuch – ich habe ein sauberes Baumwolltuch benutzt – das Waffeleisen innen kurz einreiben und es danach einschalten.
  6. Ca. eine Suppenkelle von dem Teig in jeweils eine Form geben und 5 Minuten backen (variiert je nach Waffeleisen) – bei den kleineren Herzwaffeln braucht ihr wahrscheinlich weniger Teig.

Schnelle Schokosoße

Zutaten:

15g Kokosöl

15g Kakao

15g Ahornsirup

1 EL Sojamilch

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten in eine kleine Pfanne oder einen kleinen Topf geben und auf kleinster Hitze das Kokosöl schmelzen lassen und alles gut vermischen.
  2. Wenn sich eine homogene Masse gebildet hat, die Hitze ausschalten und die Soße in eine kleine Schüssel füllen.

So das wars schon, wie ihr seht ist das ganze wirklich einfach, geht schnell und schon habt ihr leckere sommerliche (oder winterliche) Waffeln gezaubert.

Schreibt mir doch, wenn ihr sie ausprobiert habt 🙂

„Cheesy“ Hasselback Potatoes

Ich muss zugeben, ich esse echt selten Kartoffeln.

Dabei sind sie regional, günstig, man kann sie so gut wie überall lose, sprich ohne Plastikverpackung kaufen und sie sind wahnsinnig vielfältig. Trotzdem greife ich so selten auf sie zurück. Warum eigentlich?

Aber heute habe ich sie dann doch mal angefasst und diese leckeren „cheesy“ Hasselback Potatoes gemacht. Die sind dabei noch super einfach und machen optisch echt was her, weshalb sie auch für Besuch gut geeignet sind.

Man kann sie mit allen möglichen Dips wie z.B. Selbstgemachtem Hummus oder Guakamole, aber auch einfach mit (veganer) Mayonaise oder Ketchup. Die Kartoffeln selbst sind geschmacklich schon sehr gut, weshalb es gar nicht so viel dazu braucht.

Für mich waren sie auf jeden Fall ein Highlight, was ich ab jetzt definitiv öfter machen werde.

Tipps:

Ich habe sie mit Chilli gemacht, wodurch sie auch angenehm scharf, aber nicht zu scharf waren. Fang am besten mit weniger an und probiere kurz, mehr kannst du immer noch hinzufügen.

Du kannst die Chilliflocken aber auch weg lassen und stattdessen z.B. etwas Oregano oder Thymian nehmen.

Gemischt habe ich die Gewürze in einem Mörser. Je nachdem wie fein deine Hefeflocken sind brauchst du aber keinen dafür.

Meine sind recht grob und wären sonst nicht so gut mit in die Spalten der Kartoffeln geflossen. Auch mit groben geht es wahrscheinlich ohne Mörser, dann würde ich aber die Hefeflocken am Ende drüber geben.

Für die Kartoffeln brauchst du:

  • Kartoffeln, mittelgroß (du kannst auch die ganz großen nehmen, die brauchen dann aber noch 10-20 Minuten länger – sehr kleine würde ich nicht empfehlen)
  • 2-3 Olivenöl
  • 1 TL Chilliflocken (flach oder gehäuft, nach Geschmack)
  • 4-5 flache TL Hefeflocken
  • 1-2 TL Salz (nach Geschmack)
  • frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

  1. Ofen auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Die Kartoffeln waschen und eventuell unschöne Stellen rausschneiden.
  3. Dann die Kartoffeln vorsichtig mit einem Messer bis etwas unter die Häfte anschneiden.
  4. Eventuell die Kartoffeln an den Schnitten noch etwas auseinander ziehen, sodass sie leicht geöffnet sind und auf ein Backblech geben.
  5. In einem Mörser Olivenöl, Chilliflocken, Salz und Hefeflocken vermischen und mit dem Mörser zu einer Ölmischung verarbeiten.
  6. Mit einem Pinsel oder (wenn du keinen hast) einem Teelöffel die Ölmischung auf den Kartoffeln verstreichen, sodass alles schön in die Spalten laufen kann.
  7. Die Kartoffeln für 35-40 Minuten in den Ofen geben.
  8. Zum Schluss noch frisch gemahlenen Pfeffer über die Kartoffeln streuen und mit deinen Lieblingsdips (oder pur) genießen.

Lass mir doch einen Kommentar da, wenn dir das Rezept gefallen hat oder du Anmerkungen hast 🙂

Veganes One-Pan Pad Thai

Oh, meine Lieben, heute habe ich ein Rezept für eines meiner absoluten Lieblingsessen für euch. Warum? Es ist spicy, es ist cremig, geht super schnell und braucht nur eine große Pfanne.

Ich weiß ja, die Zeit in der One Pot Gerichte ihren Höhepunkt hatten ist lange vorbei, aber ich finde sie immer noch super. Statt 2 Töpfen nur einen spülen? Immer her damit!

Zudem bin ich aber auch absoluter Nudelfan und liebe die Gewürze der asiatischen Küche. Somit vereint dieses Rezept schon 2 meiner liebsten Dinge.

Und dazu steckt dieses Gericht auch noch voller guter Dinge und ist gerade in den kalten Monaten einfach perfekt, finde ich. Sogar die Farben wärmen bereits beim Ansehen.

Du kannst natürlich auch jedes andere Gemüse und jede andere Hülsenfrucht nehmen, je nachdem was du gerade da hast und worauf du Lust hast.

Hier noch einmal schnell aufgezählt warum du dieses Rezept auf jeden Fall noch ausprobieren solltest. Es ist:

einfach nachzukochen

cremig

one Pot

spicy

schnell gemacht

glutenfrei

variabel

Damit ist es gerade, wenn du den Veganuary ausprobierst, ein gutes Rezept, denn hier vermisst man weder Fleisch noch andere tierische Produkte und es ist mindestens so cremig, wie wenn du mit Sahne gekocht hättest.

Die „exotischen“ Zutaten (Reisnudeln und Thai Curry Paste) bekommst du im Asia Markt, aber auch in größeren Supermärkten. Rote Thai Curry Paste bekommt man tatsächlich sogar bei Penny und im Bio Markt. Reisnudeln sind in den Supermärkten meist in der exotischen Abteilung zu finden.

Bei den Thai Currys aber immer hinten auf die Zutatenliste schauen, denn einige sind mit Garnelenpaste.

Du kannst dieses Rezept natürlich auch ohne Thai Curry Paste oder Reisnudeln kochen, aber gerade die Curry Paste würde ich dir sehr ans Herz legen, denn es ist definitiv eine Investition, die sich lohnt.

Dabei sind die Pasten gar nicht teuer und halten sich wirklich ewig im Kühlschrank.

Wenn du die Reisnudeln ersetzen möchtest, empfehle ich dir diese asiatischen Suppennudeln. Wenn du normale Hartweizenspaghetti nehmen möchtest, solltest du sie vorher vorkochen bis sie fast fertig sind, aber noch ein wenig Biss haben. Dann kannst du sie am Ende an Stelle der Reisnudeln dazu tun.

Dann ist das Gericht allerdings natürlich nicht mehr glutenfrei.

So, okay, jetzt fange ich aber auch mit dem Rezept an.

Zutaten:

1/2 Zwiebel (oder 1 kleinere)

1-2 Knoblauchzehen

etwas Olivenöl (oder anderes Pflanzenöl)

2 Hände voll Brokkoli

1 Paprika

200ml Kokosmilch (eine halbe Dose)

Sojasoße (ein Schuss, ca. 2 EL)

1 geh. TL rote Thai Curry Paste

250g TK Erbsen

125g Reisnudeln

Zubereitung:

  1. Eine große Pfanne auf mittlere Hitze stellen.
  2. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden
  3. Etwas Olivenöl in die Pfanne geben und die Zwiebel schmoren bis sie glasig ist
  4. Den Knoblauch in kleine Stücke schneiden (oder pressen)
  5. Die Paprika in Stücke schneiden
  6. Paprika, Brokkoli und Knoblauch in die Pfanne geben
  7. Kurz schmoren lassen
  8. Die Kokosmilch und 200ml Wasser in die Pfanne geben und einen Schuss Sojasoße dazu geben
  9. Alles kurz aufkochen lassen, dann die Hitze runter stellen
  10. Die Thai Curry Paste unterrühren bis sie sich ganz verteilt hat.
  11. Die Erbsen und die Reisnudeln dazu geben und verrühren
  12. Rühren und die Nudeln immer wieder mit Soße bedecken, bis sie weich sind (ca. 5 Min.)
  13. Und fertig – guten Appetit!

Schreib mir doch einen Kommentar, wenn du es ausprobiert hast. Ich freue mich drauf 🙂