Pastinaken Nudeln – regional unverpackt

Zu einem meiner Vorsätze für dieses Jahr (und eigentlich auch generell dem Weg wie ich mein Lebem entwickeln und wer ich sein möchte) gehört mehr uneingepackte Lebensmittel ohne Plastik zu kaufen.

Gerade im Winter hat man da ja aber nun besonders was Obst und Gemüse betrifft deutlich weniger Auswahl als im Sommer. Man könnte also meinen da habe ich mir nicht gerade die einfachste Zeit ausgesucht (dabei habe ich eigentlich eher im November/Dezember angefangen, wobei das auch nicht besser ist).

Ich gehe also einmal die Woche auf dem Wochenmarkt und im Biomarkt einkaufen und packe es in meine eigenen Beutel und ICH HABE SO VIEL NEUES PROBIERT.

Und das obwohl Winter ist. Denn obwohl wir eigentlich durch die Globalisierung immer alles zur Verfügung haben, nutzen wir das doch – beim Thema essen – nicht so wirklich aus.

Dadurch, dass immer Tomaten, Paprika und frische Beeren da sind, ist von gerade saisonalen Lebensmitteln oft nicht viel zu sehen und wir kaufen nur immer wieder das gleiche, das ganze Jahr. Ich habe z.B. diesen Winter in keinem Supermarkt je Grünkohl gesehen, obwohl es doch als DAS Wintergemüse hier bekannt ist. Aber auf dem Markt konnte ich ihn dann kiloweise bekommen, höhö.

Und so geht es auch einigen nicht so bekannten Wintergemüse/-wurzelarten.

Ich hatte auch überhaupt keine Ahnung, was wann so wächst. Erdbeeren eher in Richtung Sommer, Spargel im Frühling und Kürbis zu Halloween. Das war so ziemlich mein ganzes Wissen bis ich mich dann Ende letzten Jahres etwas mehr damit beschäftigt habe.


Zu den mir unbekannten Lebensmitteln gehörte auch die Pastinake, welche ich in meinem Leben vorher noch nie gegessen habe und nur irgendwie wusste, dass es da wohl so etwas gibt.

Also habe ich mal geschaut, was man so damit machen kann. Und alles was dabei rauskam, waren Suppen und Eintöpfe. Ja das sind wärmende Wintergerichte, aber jetzt mal ehrlich, man muss doch auch andere Dinge im Winter essen/kochen können. Am besten noch mit frischem Grünkohl dazu.

Also habe ich diese Nudelpfanne mit Pastinakenstreifen kreiert und auch mein Freund war begeistert von der etwas morderneren Interpretation des Gemüses.

Es ist ein deftiges Gericht, dem durch die Pastinake und den nicht gekochten Grünkohl doch etwas frisches bleibt.

Gerade wer regional und trotzdem vielseitig kochen möchte, hat hiermit eine neue Zubereitungsidee welche mit der typischen Pastinakensuppe (die man auch super essen kann) nun mal so gar nichts zu tun hat.

Die Pastinake könnt ihr natürlich auch mit dem Spiralschneider nutzen, wenn ihr einen habt. Sonst nehmt den Sparschäler und schneidet das kleine Reststück einfach mit dem Messer.

Zu dem Gericht habe ich Sonnenblumenkerne angeröstet und sie am Ende noch drüber gegeben, was den Nudeln noch einen schön crunchigen Effekt verschafft hat.

Nun aber mal genug geredet, probiert es gerne aus und lasst euch überraschen.

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 große Pastinake
  • 3 EL Sojasoße
  • eine Hand voll Sonnenblumenkerne
  • eine große oder 2 kleine Knoblauchzehen
  • 200g Vollkornnudeln
  • 125g Räuchtertofu
  • eine große Hand voll Grünkohl (s. oben)
  • Kurkuma, Garam Masala, süßes Paprikapulver, Pfeffer & Salz
Den Grünkohl nur kurz unterrühren, damit er schön knackig bleibt.

Zubereitung:

  1. Die Pastinake mit dem Sparschäler in Streifen schneiden.
  2. Die Nudeln nach Packungsanweisung in leicht gesalzenem Wasser kochen.
  3. In der Zwischenzeit die Sonnenblumenkerne ohne Öl in der Pfanne rösten.
  4. Die Knoblauchzehe(n) vierteln und zu den Kernen in die Pfanne geben und 5 Minuten rösten.
  5. Die Kerne aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.
  6. Den Tofu in Stückchen schneiden und mit etwas Öl (ich nehme Rapsöl) für ca. 2 Minuten anbraten, dann die Pastinakenstreifen dazu tun.
  7. Die Pastinaken-Tofu-Mischung mit Kurkuma, Garam Masala und süßem Paprikapulver würzen.
  8. Dann die Sojasoße dazugeben und das ganze verrühren.
  9. Die inzwischen gekochten Nudeln mit 1 EL vom Nudelwasser untermischen und dann den Grünkohl dazugeben.
  10. Nur kurz unterrühren, mit (bestenfalls) frisch gemahlenem Pfeffer und den gerösteten Sonnenblumenkernen garnieren und servieren.

Was ist euer liebstes Wintergericht? Schreibt es mir gerne in den Kommentaren.

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