Pastinaken Nudeln – regional unverpackt

Zu einem meiner Vorsätze für dieses Jahr (und eigentlich auch generell dem Weg wie ich mein Lebem entwickeln und wer ich sein möchte) gehört mehr uneingepackte Lebensmittel ohne Plastik zu kaufen.

Gerade im Winter hat man da ja aber nun besonders was Obst und Gemüse betrifft deutlich weniger Auswahl als im Sommer. Man könnte also meinen da habe ich mir nicht gerade die einfachste Zeit ausgesucht (dabei habe ich eigentlich eher im November/Dezember angefangen, wobei das auch nicht besser ist).

Ich gehe also einmal die Woche auf dem Wochenmarkt und im Biomarkt einkaufen und packe es in meine eigenen Beutel und ICH HABE SO VIEL NEUES PROBIERT.

Und das obwohl Winter ist. Denn obwohl wir eigentlich durch die Globalisierung immer alles zur Verfügung haben, nutzen wir das doch – beim Thema essen – nicht so wirklich aus.

Dadurch, dass immer Tomaten, Paprika und frische Beeren da sind, ist von gerade saisonalen Lebensmitteln oft nicht viel zu sehen und wir kaufen nur immer wieder das gleiche, das ganze Jahr. Ich habe z.B. diesen Winter in keinem Supermarkt je Grünkohl gesehen, obwohl es doch als DAS Wintergemüse hier bekannt ist. Aber auf dem Markt konnte ich ihn dann kiloweise bekommen, höhö.

Und so geht es auch einigen nicht so bekannten Wintergemüse/-wurzelarten.

Ich hatte auch überhaupt keine Ahnung, was wann so wächst. Erdbeeren eher in Richtung Sommer, Spargel im Frühling und Kürbis zu Halloween. Das war so ziemlich mein ganzes Wissen bis ich mich dann Ende letzten Jahres etwas mehr damit beschäftigt habe.


Zu den mir unbekannten Lebensmitteln gehörte auch die Pastinake, welche ich in meinem Leben vorher noch nie gegessen habe und nur irgendwie wusste, dass es da wohl so etwas gibt.

Also habe ich mal geschaut, was man so damit machen kann. Und alles was dabei rauskam, waren Suppen und Eintöpfe. Ja das sind wärmende Wintergerichte, aber jetzt mal ehrlich, man muss doch auch andere Dinge im Winter essen/kochen können. Am besten noch mit frischem Grünkohl dazu.

Also habe ich diese Nudelpfanne mit Pastinakenstreifen kreiert und auch mein Freund war begeistert von der etwas morderneren Interpretation des Gemüses.

Es ist ein deftiges Gericht, dem durch die Pastinake und den nicht gekochten Grünkohl doch etwas frisches bleibt.

Gerade wer regional und trotzdem vielseitig kochen möchte, hat hiermit eine neue Zubereitungsidee welche mit der typischen Pastinakensuppe (die man auch super essen kann) nun mal so gar nichts zu tun hat.

Die Pastinake könnt ihr natürlich auch mit dem Spiralschneider nutzen, wenn ihr einen habt. Sonst nehmt den Sparschäler und schneidet das kleine Reststück einfach mit dem Messer.

Zu dem Gericht habe ich Sonnenblumenkerne angeröstet und sie am Ende noch drüber gegeben, was den Nudeln noch einen schön crunchigen Effekt verschafft hat.

Nun aber mal genug geredet, probiert es gerne aus und lasst euch überraschen.

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 große Pastinake
  • 3 EL Sojasoße
  • eine Hand voll Sonnenblumenkerne
  • eine große oder 2 kleine Knoblauchzehen
  • 200g Vollkornnudeln
  • 125g Räuchtertofu
  • eine große Hand voll Grünkohl (s. oben)
  • Kurkuma, Garam Masala, süßes Paprikapulver, Pfeffer & Salz
Den Grünkohl nur kurz unterrühren, damit er schön knackig bleibt.

Zubereitung:

  1. Die Pastinake mit dem Sparschäler in Streifen schneiden.
  2. Die Nudeln nach Packungsanweisung in leicht gesalzenem Wasser kochen.
  3. In der Zwischenzeit die Sonnenblumenkerne ohne Öl in der Pfanne rösten.
  4. Die Knoblauchzehe(n) vierteln und zu den Kernen in die Pfanne geben und 5 Minuten rösten.
  5. Die Kerne aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.
  6. Den Tofu in Stückchen schneiden und mit etwas Öl (ich nehme Rapsöl) für ca. 2 Minuten anbraten, dann die Pastinakenstreifen dazu tun.
  7. Die Pastinaken-Tofu-Mischung mit Kurkuma, Garam Masala und süßem Paprikapulver würzen.
  8. Dann die Sojasoße dazugeben und das ganze verrühren.
  9. Die inzwischen gekochten Nudeln mit 1 EL vom Nudelwasser untermischen und dann den Grünkohl dazugeben.
  10. Nur kurz unterrühren, mit (bestenfalls) frisch gemahlenem Pfeffer und den gerösteten Sonnenblumenkernen garnieren und servieren.

Was ist euer liebstes Wintergericht? Schreibt es mir gerne in den Kommentaren.

Zitronenwaffeln und Schokoladensoße

Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich Zitronen liebe? Sie passen zu so vielem und machen viele Gerichte einfach noch einen Tick spannender. Und eben auch erfrischender.

Gerade deshalb sind Zitronen ja vor allem im Sommer ein gerngesehender Gast, aber genau das ist auch der Grund warum ich jetzt im Winter so Lust darauf habe.

Dieses süße, zitronigsaure Aroma erinnert mich an wärmere Tage und ich genieße die Waffeln in meiner warmen Wohnung unter einer Decke während es draußen windet und regnet.

Man will schließlich immer das was man nicht haben kann, nicht? Aber mit diesen Zitronenwaffeln hole ich mir zumindest ein bisschen Warmwettergefühle zurück.

Kirschen passen auch perfekt dazu.

Für dieses Rezept braucht ihr keine außergewöhnlichen Zutaten, ihr braucht allerdings einen Mixer/Pürierstab/Smoothiemaker oder irgendetwas in der Art, um die Haferflocken klein zu machen bzw. zu mahlen. Oder ihr braucht doch eine außergewöhnliche Zutat, nämlich gemahlene Haferflocken.

Wer jetzt aber weder einen Mixer noch gemahlene Haferflocken und trotzdem Lust auf Waffeln hat, der nimmt einfach entsprechend mehr Mehl 😉

Nehmt aber auf jeden Fall eine Bio-Zitrone, da in diesem Rezept ja auch die Schale verwendet wird.

Ich habe in beiden Rezepten Ahornsirup verwendet, weil ich diesen karamelligen Geschmack sehr gerne mag. Ihr könnt aber auch ein anderes flüssiges Süßungsmittel nutzen oder festen Zucker und dann etwas mehr Flüsigkeit nehmen.

Zitronenwaffeln (ca. 4 belgische Waffeln)

Zutaten:

100g Haferflocken

150g Dinkelmehl (es funktioniert auch mit Weizenmehl)

200ml Kokosmilch inkl. Creme – das entspricht einer halben Dose

100ml Wasser (ich habe einfach Krankwasser genommen und es hat super funktioniert)

1/2 große Bio-Zitrone inkl. Schale

1/2 Pck. Backpulver

4 EL Ahornsirup

Zubereitung:

  1. Die Haferflocken ein paar Sekunden im Mixer mahlen bis eine mehlige Konsistenz entstanden ist
  2. In einer großen Schüssel die Haferflocken, das Mehl, das Backpulver, eine kleine Prise Salz und den Abrieb der halben Zitrone vermischen.
  3. In einem Messbecher die Kokosmilch, das Wasser und den Ahornsirup mischen.
  4. Die Zitrone über der Mehlmischung ausdrücken und dann die flüssigen Zutaten dazu geben und mit dem Handrührgerät kurz rühren. NICHT ÜBERRÜHREN, sonst bindet der Teig nicht so gut.
  5. Mit etwas geschmacksneutralem Öl auf einem Küchentuch – ich habe ein sauberes Baumwolltuch benutzt – das Waffeleisen innen kurz einreiben und es danach einschalten.
  6. Ca. eine Suppenkelle von dem Teig in jeweils eine Form geben und 5 Minuten backen (variiert je nach Waffeleisen) – bei den kleineren Herzwaffeln braucht ihr wahrscheinlich weniger Teig.

Schnelle Schokosoße

Zutaten:

15g Kokosöl

15g Kakao

15g Ahornsirup

1 EL Sojamilch

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten in eine kleine Pfanne oder einen kleinen Topf geben und auf kleinster Hitze das Kokosöl schmelzen lassen und alles gut vermischen.
  2. Wenn sich eine homogene Masse gebildet hat, die Hitze ausschalten und die Soße in eine kleine Schüssel füllen.

So das wars schon, wie ihr seht ist das ganze wirklich einfach, geht schnell und schon habt ihr leckere sommerliche (oder winterliche) Waffeln gezaubert.

Schreibt mir doch, wenn ihr sie ausprobiert habt 🙂

„Cheesy“ Hasselback Potatoes

Ich muss zugeben, ich esse echt selten Kartoffeln.

Dabei sind sie regional, günstig, man kann sie so gut wie überall lose, sprich ohne Plastikverpackung kaufen und sie sind wahnsinnig vielfältig. Trotzdem greife ich so selten auf sie zurück. Warum eigentlich?

Aber heute habe ich sie dann doch mal angefasst und diese leckeren „cheesy“ Hasselback Potatoes gemacht. Die sind dabei noch super einfach und machen optisch echt was her, weshalb sie auch für Besuch gut geeignet sind.

Man kann sie mit allen möglichen Dips wie z.B. Selbstgemachtem Hummus oder Guakamole, aber auch einfach mit (veganer) Mayonaise oder Ketchup. Die Kartoffeln selbst sind geschmacklich schon sehr gut, weshalb es gar nicht so viel dazu braucht.

Für mich waren sie auf jeden Fall ein Highlight, was ich ab jetzt definitiv öfter machen werde.

Tipps:

Ich habe sie mit Chilli gemacht, wodurch sie auch angenehm scharf, aber nicht zu scharf waren. Fang am besten mit weniger an und probiere kurz, mehr kannst du immer noch hinzufügen.

Du kannst die Chilliflocken aber auch weg lassen und stattdessen z.B. etwas Oregano oder Thymian nehmen.

Gemischt habe ich die Gewürze in einem Mörser. Je nachdem wie fein deine Hefeflocken sind brauchst du aber keinen dafür.

Meine sind recht grob und wären sonst nicht so gut mit in die Spalten der Kartoffeln geflossen. Auch mit groben geht es wahrscheinlich ohne Mörser, dann würde ich aber die Hefeflocken am Ende drüber geben.

Für die Kartoffeln brauchst du:

  • Kartoffeln, mittelgroß (du kannst auch die ganz großen nehmen, die brauchen dann aber noch 10-20 Minuten länger – sehr kleine würde ich nicht empfehlen)
  • 2-3 Olivenöl
  • 1 TL Chilliflocken (flach oder gehäuft, nach Geschmack)
  • 4-5 flache TL Hefeflocken
  • 1-2 TL Salz (nach Geschmack)
  • frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

  1. Ofen auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Die Kartoffeln waschen und eventuell unschöne Stellen rausschneiden.
  3. Dann die Kartoffeln vorsichtig mit einem Messer bis etwas unter die Häfte anschneiden.
  4. Eventuell die Kartoffeln an den Schnitten noch etwas auseinander ziehen, sodass sie leicht geöffnet sind und auf ein Backblech geben.
  5. In einem Mörser Olivenöl, Chilliflocken, Salz und Hefeflocken vermischen und mit dem Mörser zu einer Ölmischung verarbeiten.
  6. Mit einem Pinsel oder (wenn du keinen hast) einem Teelöffel die Ölmischung auf den Kartoffeln verstreichen, sodass alles schön in die Spalten laufen kann.
  7. Die Kartoffeln für 35-40 Minuten in den Ofen geben.
  8. Zum Schluss noch frisch gemahlenen Pfeffer über die Kartoffeln streuen und mit deinen Lieblingsdips (oder pur) genießen.

Lass mir doch einen Kommentar da, wenn dir das Rezept gefallen hat oder du Anmerkungen hast 🙂

Veganes One-Pan Pad Thai

Oh, meine Lieben, heute habe ich ein Rezept für eines meiner absoluten Lieblingsessen für euch. Warum? Es ist spicy, es ist cremig, geht super schnell und braucht nur eine große Pfanne.

Ich weiß ja, die Zeit in der One Pot Gerichte ihren Höhepunkt hatten ist lange vorbei, aber ich finde sie immer noch super. Statt 2 Töpfen nur einen spülen? Immer her damit!

Zudem bin ich aber auch absoluter Nudelfan und liebe die Gewürze der asiatischen Küche. Somit vereint dieses Rezept schon 2 meiner liebsten Dinge.

Und dazu steckt dieses Gericht auch noch voller guter Dinge und ist gerade in den kalten Monaten einfach perfekt, finde ich. Sogar die Farben wärmen bereits beim Ansehen.

Du kannst natürlich auch jedes andere Gemüse und jede andere Hülsenfrucht nehmen, je nachdem was du gerade da hast und worauf du Lust hast.

Hier noch einmal schnell aufgezählt warum du dieses Rezept auf jeden Fall noch ausprobieren solltest. Es ist:

einfach nachzukochen

cremig

one Pot

spicy

schnell gemacht

glutenfrei

variabel

Damit ist es gerade, wenn du den Veganuary ausprobierst, ein gutes Rezept, denn hier vermisst man weder Fleisch noch andere tierische Produkte und es ist mindestens so cremig, wie wenn du mit Sahne gekocht hättest.

Die „exotischen“ Zutaten (Reisnudeln und Thai Curry Paste) bekommst du im Asia Markt, aber auch in größeren Supermärkten. Rote Thai Curry Paste bekommt man tatsächlich sogar bei Penny und im Bio Markt. Reisnudeln sind in den Supermärkten meist in der exotischen Abteilung zu finden.

Bei den Thai Currys aber immer hinten auf die Zutatenliste schauen, denn einige sind mit Garnelenpaste.

Du kannst dieses Rezept natürlich auch ohne Thai Curry Paste oder Reisnudeln kochen, aber gerade die Curry Paste würde ich dir sehr ans Herz legen, denn es ist definitiv eine Investition, die sich lohnt.

Dabei sind die Pasten gar nicht teuer und halten sich wirklich ewig im Kühlschrank.

Wenn du die Reisnudeln ersetzen möchtest, empfehle ich dir diese asiatischen Suppennudeln. Wenn du normale Hartweizenspaghetti nehmen möchtest, solltest du sie vorher vorkochen bis sie fast fertig sind, aber noch ein wenig Biss haben. Dann kannst du sie am Ende an Stelle der Reisnudeln dazu tun.

Dann ist das Gericht allerdings natürlich nicht mehr glutenfrei.

So, okay, jetzt fange ich aber auch mit dem Rezept an.

Zutaten:

1/2 Zwiebel (oder 1 kleinere)

1-2 Knoblauchzehen

etwas Olivenöl (oder anderes Pflanzenöl)

2 Hände voll Brokkoli

1 Paprika

200ml Kokosmilch (eine halbe Dose)

Sojasoße (ein Schuss, ca. 2 EL)

1 geh. TL rote Thai Curry Paste

250g TK Erbsen

125g Reisnudeln

Zubereitung:

  1. Eine große Pfanne auf mittlere Hitze stellen.
  2. Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden
  3. Etwas Olivenöl in die Pfanne geben und die Zwiebel schmoren bis sie glasig ist
  4. Den Knoblauch in kleine Stücke schneiden (oder pressen)
  5. Die Paprika in Stücke schneiden
  6. Paprika, Brokkoli und Knoblauch in die Pfanne geben
  7. Kurz schmoren lassen
  8. Die Kokosmilch und 200ml Wasser in die Pfanne geben und einen Schuss Sojasoße dazu geben
  9. Alles kurz aufkochen lassen, dann die Hitze runter stellen
  10. Die Thai Curry Paste unterrühren bis sie sich ganz verteilt hat.
  11. Die Erbsen und die Reisnudeln dazu geben und verrühren
  12. Rühren und die Nudeln immer wieder mit Soße bedecken, bis sie weich sind (ca. 5 Min.)
  13. Und fertig – guten Appetit!

Schreib mir doch einen Kommentar, wenn du es ausprobiert hast. Ich freue mich drauf 🙂

Vegane Weihnachtspralinen

Hallo ihr Lieben, heute stelle ich euch ein einfaches veganes Pralinenrezept vor, dass sich auch super zum Verschenken eignet.

Dies ist mein erstes veganes Weihnachten und in den letzten Jahren habe ich immer Pralinen oder andere kleine Leckereien verschenkt.

Dieses Jahr musste ich mir dann allerdings ein paar neue Sachen überlegen, denn ich wollte auch die Pralinen definitiv vegan machen. Einmal um zu zeigen, dass sie vegan mindestens genau so gut werden, aber auch, damit ich beim Machen auch viel naschen kann.

Nach einigen Versuchen, die ich gegessen… ähm… ausprobiert habe, stelle ich euch jetzt ein Rezept vor. Die Pralinen sind würzig, zimtig und schmecken einfach nach Weihnachten.

Die Pralinen sind würzig, zimtig und schmecken einfach nach Weihnachten.

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Ihr braucht keine spezielle Ausrüstung oder Förmchen dafür, nur eure Hände werden eventuell ein wenig dreckig. Aber danach kann man sie ja einfach wieder sauber lecken 😉

Ich habe meine hauptsächlich in Backkakao gerollt, wenn euch das zu bitter ist (je nachdem wie dunkel die Schokolade ist), könntet ihr aber auch bereits gesüßten Kakao nehmen.

Einen Teil habe ich auch in Zartbitter Schokoraspeln gerollt, das war mir allerdings dann etwas zu süß und die Form bleibt damit auch nicht so gut wie mit Kakao.

Dafür könntet ihr dann auch (je nach Geschmack) etwas mehr Kakao in die Pralinenmasse tun, das macht sie auch noch etwas fester und sie behalten besser ihre Form.

Meine Pralinen waren etwa 2-3 Daumen groß, wenn ihr kleinere macht, bekommt ihr selbstverständlich mehr raus. 20181213_141738

Für ca. 15 Pralinen braucht ihr:

  • eine halbe Dose Kokosmilch

  • 2 Beutel Chai Tee oder Lebkuchengewürz

  • 100g dunkle Schokolade (ich nehme einfache Blockschokolade, schaut aber auf die Inhaltsstoffe)

  • 150g Backkakao plus etwas zum Wälzen

  • optional: Zimt

  • optional: Zartbitterschokoladenraspeln

Zubereitung:

1. Die Schokolade klein hacken.

2. Die Kokosmilch in einem Topf erhitzen und die Teebeutel 5 Minuten darin ziehen lassen, dabei den Topf von der Hitze nehmen oder die Kokosmilch erhitzen und statt der Teebeutel 2 TL Lebkuchengewürz unterrühren.

3. Die Schokolade dazu tun und rühren bis die Schokolade geschmolzen und eine cremige Masse entstanden ist.

4. Den Kakao dazu sieben und nochmal gut verrühren bis du eine homogene Masse erhältst.

5. Nach Geschmack noch etwas Zimt dazu geben, um es würziger und zimtiger zu machen.

6. Die Masse mindestens eine Stunde im Kühlschrank abkühlen lassen.

7. Etwas Backkakao auf einen Untergrund verteilen.

8. Optional Zartbitterraspeln ausbreiten.

9. Aus der gekühlten Masse mit den Händen Kugeln formen und diese im Kakao oder den Raspeln wälzen.

10. Die Kugeln im Kühlschrank aufbewahren und genießen.

Ich hoffe ihr habt beim Nachmachen und probieren mindestens genau so viel Spaß wie ich. Berichtet mir gerne von euren Erfahrungen!

Tipps und Tricks für den Einstieg und das dabei Bleiben in einem veganen Leben

Hallo ihr Lieben, heute möchte ich euch ein paar Ratschläge und Tipps mitgeben, die ich erst nach einer Weile herausgefunden habe, die mir den Einstieg aber sicher erleichtert hätten.

Aber auch wenn du schon eine Weile dabei bist, kannst du sicher noch den ein oder anderen Tipp hier mitnehmen. Man lernt schließlich nie aus.

Einige der Tipps lassen sich übrigens sicher auch auf eine nicht-vegane Ernährung beziehen.

Ich habe bereits immer wieder darüber nachgedacht, was ich aus meiner veganen Zeit inzwischen mitnehmen konnte. Und da sind doch ein paar Punkte zusammengekommen. Einige Dinge, die ich erst nach einer Weile recherchieren und zig Stunden lesen anderer Blog gelernt habe, und andere, die sich bei mir einfach mit der Zeit entwickelt haben, dadurch, dass ich immer mehr ausprobiert und verändert habe.

Und ich bin ja jetzt wirklich noch keine wahnsinnig lange Zeit vegan und in einem Jahr könnte ich bestimmt wieder viele Tipps geben über Dinge, mit denen ich mich heute noch gar nicht beschäftigt habe.

Aber ich habe das Thema „vegan“ wirklich schnell und vor allem mit viel Beschäftigung und Reflexion über mein Lebens als ganzes dahinter aufgenommen und kann mich gerade, dadurch dass es noch nicht so ewig her ist, gut an meine Anfänge erinnern.

Und da wahrscheinlich nicht jeder so viel Zeit oder Lust hat, sich so viel mit dem Thema zu beschäftigen, gebe ich hier einmal eine kurze Zusammenfassung , wie man sich das vegane Leben und den Einstieg hinein erleichtern kann.

Aber ich denke jetzt habe ich genug geredet, ich fange einfach mal an.

1.Vorbereitung ist alles

Wir alle kennen es. Man ist unterwegs und alle anderen holen sich bei der Dönerbude um die Ecke was zu essen oder auf der Arbeit ist Pause und in der Kantine gibt es nichts veganes, außer vielleicht den grünen Salat ohne Soße.

Ja, auswärts essen ist als Veganer nicht immer so einfach.

Aber unabhängig davon geht das ohnehin nicht nur immens ins Geld und ist in den meisten Fällen sehr ungesund, sondern es schmeckt auch oft nicht so wahnsinnig toll.

Deshalb ist das hier direkt einer der wichtigsten Punkte.

Und na klar, es wird immer Situationen geben in denen man vielleicht doch nicht vorbereitet ist. Aber man kann versuchen, das so gut wie möglich zu vermeiden.

Dazu gehört sich einfach mal einen Apfel oder eine Banane einzupacken, sich den Coffee to go selbst mitzunehmen oder sich für die Arbeit oder Schule ein Mittagessen einzupacken, damit man nicht auf Cafeteria angewiesen ist.

Also, wenn du dir etwas zu Essen kochst, koch doch mal die doppelte Portion und nimm dann was am nächsten Tag mit. Du brauchst es dir nur warm zu machen und fertig ist dein leckeres, selbst gekochtes und wahrscheinlich auch deutlich gesünderes Mittagessen.

Oder probiere mal, am Wochenende etwas vorzukochen oder vorzubereiten. Meal Prep kann dir wirklich wahnsinnig viel Zeit ersparen und zudem auch den Geldbeutel ordentlich schonen (unabhängig davon, dass selbst zubereitetes meist besser schmeckt als Fertigessen).

Es gibt so viele tolle Meal Prep Ideen im Internet, probiere dich ruhig mal durch.

2.Versuche, auf Fertigprodukte zu verzichten

Ja, auch das ist wahrscheinlich etwas, dass du schon 100x gelesen hast, aber oft steht uns ja nur unsere eigene Gemütlichkeit im Weg.

Ich versichere dir, es ist ganz einfach frisch selbst zu kochen.

Und ich verstehe auch, dass es gerade in der Anfangszeit des vegane Essens durchaus hilfreich sein kann.

Du musst auch nicht von heute auf morgen mit allem aufhören.

Aber such dir leckere Rezepte, die auch ohne Fertigprodukte oder massenhaft an exotischen Zutaten, die du nur in ausgewählten Bioläden oder im Internet kriegst, auskommen und du wirst feststellen, wie gut veganes Essen auch ohne Fertigprodukte schmecken kann.

Du brauchst dich nicht schlecht fühlen, wenn du doch einmal auf die fertigen Falafel, den Hummus im Becher oder sonstiges zurückgreifst.

Aber werde dir bewusst, dass du das nicht brauchst, um lecker und mit wenig Aufwand vegan zu Essen.

3.Hülsenfrüchte einkochen

Ich kann es förmlich fühlen, wie du jetzt schon gedanklich im Aufwand erstickst. So ging es mir erst auch. Einweichen, lange kochen, vorausplanen.

Aber es ist tatsächlich gar nicht schlimm.

Ich koche (meist) jedes Wochenende Hülsenfrüchte für die ganze Woche.

Das heißt, ich weiche 500g (das ist ja meist eine Packung) am Freitag- oder Samstagnachmittag ein und koche alle dann am darauffolgenden Tag in einem großen Topf.

Wenn alles fertig gekocht ist, packe ich es in Aufbewahrungsdosen wovon eine direkt in den Kühlschrank und die anderen ins Gefrierfach gehen.

Wenn du einen großen Gefrierschrank und einen sehr großen Topf hast, kannst du auch gleich die doppelte Menge einkochen und musst das dann noch seltener machen.

Wobei es auch wirklich keine Arbeit ist, man bleibt ja nicht die Stunde am Topf stehen.

An realer Arbeitszeit steckt wahrscheinlich höchstens eine Viertelstunde hinter dem ganzen Prozess.

Wenn du deine Hülsenfrüchte ohne das Wasser einfrierst, kannst du sie auch immer direkt aus dem Gefrierfach nehmen und benutzen.

Hülsenfrüchte einkochen spart nicht nur Geld und ist besser für die Umwelt, du kochst sie dann auch in ungesalzenem Wasser und kannst später selbst würzen, wie du es gern magst.

Dies ist vor allem für Süßspeisen aus Hülsenfrüchten und Aquafaba gut.

Die meisten aus der Dose (zumindest in meiner Nähe) sind nämlich bereits gesalzen und eignen sich deshalb nicht mehr für diese Dinge.

4.Investiere in Gewürze

Gewürze sind wirklich etwas tolles.

Du brauchst kein Gewürzregal wie in einem Sternerestaurant, aber mit ein paar verschiedenen Gewürzen kannst du aus den gleichen Grundzutaten völlig andere Gerichte zaubern.

Mein Gewürzregal bestand auch lange Zeit nur aus Salz, Pfeffer sowie einer Dose Paprika und einmal Kräuter der Provence im Schrank und damit wurde ALLES gekocht.

Versteh mich nicht falsch, das sind auch gute Gewürze. Es ist eben nur sehr wenig.

Gewürze wirken (zumindest auf mich) auch immer teuer im Supermarkt, was erst mal abschreckend wirkt.

Aber 20g Gewürze halten sich ewig, gerade wenn es nicht dein einziges Gewürz ist.

Also probiere dich ruhig mal durch das Gewürzregal in deinem Supermarkt. Es gibt vieles zu probieren.

Du kannst auch ruhig Gewürzmischungen kaufen, achte da aber am besten darauf, dass kein Salz enthalten ist. Salzen kann man immer noch selbst und wer möchte schon 3-4€ zahlen, damit es mindestens zur Hälfte aus 12ct Salz besteht?

Schau auch ruhig mal in anderen Läden wie z.B. dem Asia Markt, dem kleinen Gemüsemarkt um die Ecke oder auch auf dem Wochenmarkt. Dort findest du tolle Gewürze wie Smoked Paprika oder auch vegane Thai Curry Pasten, auch wenn die nicht wirklich Gewürze sind.

Also probiere dich aus, experimentiere mit Geschmäckern und kreiere neue spannende Gerichte.

5.Ran an den Tofu

Gerade Tofu ist eine Zutat bei der man sich einfach nicht einig wird. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn und wieder andere finden den geräucherten zwischendurch okay, aber zu langweilig.

Ich habe auch lange gedacht wie die dritte Gruppe.

Aber mit Tofu kann man wirklich tolle Dinge machen. Gerade mit dem Naturtofu. Ich habe schon mit ihm gebacken und ihn zu verschiedenen Gerichten mit ganz unterschiedlichen Geschmäckern gegessen.

Einlegen und die Feuchtigkeit auspressen sind da die wichtigen Faktoren.

Nachdem du mit zwei Tüchern die Flüssigkeit aus dem Tofu gepresst hast, legst du ihn am besten auf die passende Größe geschnitten für mindestens 12 Stunden ein.

Ich würde aber eher 24 Stunden oder auch länger empfehlen. Auch das kannst du ganz einfach am Wochenende vorbereiten.

Es dauert vielleicht etwas bis du deine liebsten Marinaden gefunden und deine Art verinnerlicht hast, aber es lohnt sich auf jeden Fall.

Eine ganz einfache Marinade wäre z.B. Soja- oder Tamarisoße, ein flüssiges pflanzliches Süßungsmittel deiner Wahl, (geschmacksneutrales) Pflanzenöl und wenn du magst Knoblauch, ein paar Chiliflocken oder etwas Ingwer.

Eingelegt ergibt das dann eine Art Teriyaki-Tofu, passend zu vielen (asiatischen) Gerichten.

6.Leg dir ruhig ein paar Vorräte an

Damit meine ich nicht, dass du jetzt anfangen musst eine Vorratskammer zu führen und einen riesigen Kühl- sowie Eisschrank zu haben/füllen.

Aber hab ruhig ein paar Lebensmittel zuhause, womit du dir (auch wenn du keine Zeit hattest frisch einzukaufen) immer noch ein leckeres Essen machen kannst.

Dazu zählen auch (in irgendeiner Art sind auch das Fertigprodukte) gefrorenes Gemüse, Obst oder ähnliches.

Ich koche sehr gerne mit frischen Zutaten und ich kaufe auch gerne für meine Gerichte ein, trotzdem habe ich immer gefrorenes Gemüse wie z.B. Brokkoli, Erbsen oder auch Spinat oder Grünkohl da.

Auch Tiefgefrorene Beeren habe ich eigentlich immer vorrätig, zum backen, für Smoothies oder um sie morgens zu meinem Müsli zu geben.

Dabei ist gefrorenes Obst und Gemüse tatsächlich gar nicht so schlecht wie sein Ruf, denn das wird erntefrisch eingefroren und ist damit vielleicht besser als die frischen Früchte, die ich völlig neben der Saison kaufen kann und die von der Pflanze entfernt zu Ende reifen mussten, um nicht schon schlecht bei uns anzukommen.

Auch Hülsenfrüchte in Dosen habe ich immer da, auch wenn ich diese schon lange nicht mehr genutzt habe. Aber falls ich es dann doch nicht schaffe welche zu kochen, hab ich immer welche zuhause.

Getrocknete Hülsenfrüchte finden sich auch immer in meiner Küche, genau wie Tee, Pflanzenmilch, Nüsse und Samen oder verschiedene Getreide- und Pseudegetreidesorten wie z.B. Reis, Nudeln, Hirse oder Haferflocken.

Plane dafür deinen Einkauf am besten so, dass du die Dinge nachkaufst bevor sie leer sind oder du immer eine Packung/Dose auf Vorrat hast.

Ich kaufe also neuen Reis bevor der alte tatsächllich leer ist, habe immer noch eine Pflanzenmilch im Haus, wenn ich neue kaufe und kaufe den Tee nach, wenn noch 5 Beutel da sind.

Dabei musst du natürlich nicht von allem immer eine zweite Packung im Haus haben.

Aber von einer Art noch Reserven zu haben, ist sicher nützlich.

Wenn beispielsweise die roten Linsen alle sind, dann tun es auch Belugalinsen, oder wenn der Reis alle ist, kann man immer noch Hirse oder Quinoa nehmen.

Wenn ich es dann mal 2-3 Tage nicht einkaufen schaffe, habe ich noch immer genug übrig.

Passend dazu kommt der nächste Punkt.

7.Führe eine aktuelle Einkaufsliste

Um nicht kurz vorm Einkaufen noch durch die Küche zu hetzen und alle Schränke aufzureißen, nur um dann letztendlich doch etwas zu vergessen, aktualisiere ich meine Einkaufsliste laufend.

Dies ist natürlich nicht nur im veganen Leben praktisch, sondern erleichtert den Einkauf ungemein, egal wie du dich ernährst.

Wenn ich merke, dass der Reis zur Neige geht oder ich meine Leinsamen bald aufgebraucht habe, schreibe ich sie direkt auf meine Liste.

Du kannst eine händische Liste führen, deine Notizen am Smartphone nutzen oder eine von zahlreichen Apps dafür nutzen.

Letztere sind gerade für Mehrpersonenhaushalte sehr nützlich, da dann mehrere die Liste sehen und aktualisieren können.

Für mich macht es das einkaufen definitiv entspannter und ich kann auch spontan einkaufen, ohne überhaupt nicht zu wissen, was ich eigentlich brauche.

8.Du brauchst keine Superfoods

Auch wenn der Superfood-Hype allmählich endet, scheint es immer noch in vielen Köpfen mit der veganen Ernährung verknüpft zu sein und auch du fragst dich vielleicht, ob du diese nicht doch brauchst, um als Veganer gesund zu sein.

Ich will hier gar nicht leugnen, dass Goji-Beeren, Chia-Samen oder auch Avocados und Kokosnuss sehr gesund sind.

Aber diese zu Essen macht dich nicht automatisch gesund und diese wegzulassen dich nicht krank.

Indem du dich ausgewogen, gesund und abwechslungsreich ernährst, gibst du deinem Körper was er braucht. Und auch „kritische Nährwerte“ wie z.B. Omega-3-Fettsäuren bekommst du aus anderen pflanzlichen Alternativen.

Auch den Kauf solcher Produkte möchte ich hier nicht verteufeln, wenn du gern Avocado oder Chia-Samen isst, dann tu das.

Aber wenn du es dir nicht leisten kannst oder möchtest, dann lass dich davon nicht abhalten, deinen Weg mit veganer Ernährung zu gehen.

9.Mach dir keinen Stress mit zu aufwendigen Rezepten

Gerade in meiner Anfangszeit habe ich häufig Rezepte mit bestimmt 20 Zutaten gesehen, die mich sehr verunsichert haben.

Ich habe weder über eine Stunde Zeit, noch irgendwelche dieser exotischen Zutaten zur Hand.

Zum Glück gibt es auch viele einfache Rezepte, die man ohne zu viel Mühe und kostspielige Zutaten zubereiten kann, nur leider gehen solche Rezepte leicht unter. Eine Reispfanne ist einfach nicht so besonders, wie andere Dinge, aber gerade für den Alltag einfach super geeignet.

Lass dich außerdem nicht von einzelnen Produkten oder Gewürzen, die dir fehlen, davon abhalten ein bestimmtes Rezept nachzumachen.

Nimm etwas anderes, probiere etwas rum und finde für dich die Art, wie du gerne kochst.

Die vegane Ernährung ist nämlich gar nicht kompliziert und du kannst dir genau so deine Nudeln mit Soße machen wie du es vorher getan hast und musst nicht auf ausschließlich stundenlang kochende Suppen umsteigen.

10.Probiere dich aus

Das habe ich ja bereits in vielen Punkten erwähnt, aber du kannst es ganz grundsätzlich anwenden.

Der Weg in die vegane Ernährung kann eine spannende Entdeckungsreise sein und es gibt viele Wegweiser und Hinweise zu finden.

Aber auch ich kann wie alle anderen auch nur Tipps geben und erklären, was mir geholfen hat, was mir gut tut und was mir schmeckt.

Du kannst dich daran orientieren und vielleicht etwas für dich daraus mitnehmen, aber vielleicht nimmst du auch gar nichts mit, weil du ein ganz anderer Typ bist. Und dann ist das auch okay.

Lies die Meinungen und Wegweiser von anderen, aber finde für dich deinen eigenen Weg. Probiere alles aus worauf du Lust hast, koch verschiedene Gerichte und finde für dich das, was dir gut tut und was dir schmeckt und die Art, wie du dein (veganes) Leben gestalten möchtest.

Dabei lass dich nicht stressen, geh deinen Weg in deinem Tempo und, wenn du etwas umstellen möchtest, mach es für dich passend.

Ob du plötzlich alles umstellst oder dich langsam herantastest, für dich muss es passen und du kannst nur dabei bleiben, wenn du mit Spaß und Freude an die Sache herangehst und dich nicht zwanghaft überforderst.

Ich hoffe du konntest ein paar Dinge mitnehmen und dir hat dieser Beitrag gefallen. Oder hast du vielleicht noch eigene Ergänzungen? Schreib es mir in den Kommentaren 🙂