Linsen Kofta in cremiger Tomatensoße

Es gibt bestimmte Gerichte, die wärmen nicht nur den Körper, sondern auch das Herz.
So richtiges Soulfood eben. Und das Gericht, das ich euch heute vorstellen möchte, hat (zumindest bei mir) genau diesen Effekt.
Ich fühle mich wohl und irgendwie fast schon behütet, während ich dieses Essen genieße und mich freue, dass ich mir so etwas tolles gemacht habe.

Esst ihr gerne indisches Essen? Wenn wir auswärts essen, essen wir tatsächlich meistens indisch, auch weil die Auswahl an veganen Gerichten oft doch ziemlich hoch ist.
Da ist man tatsächlich schon schnell überfordert durch die Menge an Möglichkeiten (oder es liegt nur an mir).

Heute habe ich allerdings ein indisch-inspiriertes Gericht zum Nachkochen für Zuhause für euch.

Das Rezept ist nicht sonderlich charf, mit etwas mehr Chilli/-pulver sollte es aber auch super schmecken.

Dieses Rezept ist echt eines meiner absoluten Lieblingsgerichte und ich koche es wirklich viel zu selten.
Und auch mein Freund ist immer begeistert und spricht mich darauf an, dass es das doch öfter geben sollte.

Dabei ist das Rezept wirklich einfach und geht eigentlich auch recht schnell.

Also gut, es ist keines meiner typischen „ich-koche-Nudeln-und-mache-was-in-der-Zeit-fertig-ist-Gerichte“. Aber lange dauert es trotzdem nicht.

Die Masse für die Kofta ist schnell gemacht und auch die Soße entsteht ohne Probleme, während man den Reis zubereitet. Und während die Linsen vorher gekocht werden, kann man auch noch andere Dinge machen.
Also lasst euch nicht von der Zutatenliste abschrecken, es ist wirklich nicht kompliziert und dafür habt ihr etwas richtig tolles zubereitet.

Ich habe hierfür Tapioka Mehl benutzt, wenn ihr das nicht zuhause habt, könnt ihr auch normales Mehl oder einfach mehr Haferflocken nehmen.

Kofta bedeutet übrigens eigentlich „Fleischbällchen“, der Begriff wird aber auch für vegetarische Bällchen genutzt.

Ich wollte allerdings keine traditionellen vegetarischen Kofta machen (wobei diese ohnehin oft mit Paneer(indischem Käse) sind) sondern andere eigene Kofta kreiren, die anstatt der Fleischbällchen gegessen werden.

Und so sind diese superleckeren rote Linsen Kofta entstanden und sie sind ein richtiges schlechtes-Wetter-Wohlfühlessen geworden, mit dem man auch super seine Gäste bewirten kann (auch die omnivoren Gäste).

Zutaten für ca. 4 Personen:

Linsen Kofta:

  1. 400g rote Linsen
  2. 75g Haferflocken
  3. 5 flache EL Leinsamen
  4. 3 große Knoblauchzehen
  5. 1 EL Tapioka Mehl (kann auch durch normales Mehl ersetzt werden)
  6. 4 EL Semmelbrösel oder Vollkornmehl
  7. 1 geh. EL Tomatenmarkt
  8. 1 geh. TL geräuchertes Paprikapulver
  9. 2 EL Sojasoße
  10. 1 geh. EL Walnüsse
  11. 1 geh. EL Kürbiskerne
  12. etwas Pflanzenöl (ich nehme Raps, anderes geht aber genauso gut)

Cremige Tomatensoße:

  1. 600 ml passierte Tomaten (ihr könnt auch etwas mehr oder weniger nehmen)
  2. 1 Dose Kokosmilch
  3. 1 Zwiebel
  4. 2 EL Zitronensaft
  5. 1/2 TL Chilliflocken
  6. 4 flache TL Garam Masala (indische Gewürzmischung)
  7. 1 geh. TL Kurkuma
  8. 1/2 flacher TL Ingwerpulver
  9. Salz & (schwarzer) Pfeffer

Außerdem 400g Reis als Beilage.

Zubereitung:

  1. Die Linsen abspülen und 10 Minuten in Wasser kochen.
  2. Das Wasser abgießen und die Linsen gemeinsam mi den anderen Zutaten für die Kofta außer den Walnüssen und Kürbiskernen in den Mixer geben (es sollte auch mit einem hohen Gefäß und einem Stabmixer funktionieren, das habe ich aber nicht ausprobiert).
  3. Mixen bis eine homogene Masse entstanden ist. Die Dauer ist je nach Mixer unterschiedlich, ein paar feste Bestandteile sind allerdings kein Problem.
  4. Dann die Walnüsse und Kürbiskerne dazu geben und noch ein paar Sekunden mixen. Es sollen ein paar festere Stücke bleiben. Wenn ihr das nicht mögt, könnt ihr natürlich auch alles gemeinsam mixen.
  5. Aus der Masse kleine Bällchen formen.
  6. Den Reis aufsetzen und für ca. 20 Minuten köcheln lassen (je nach Reisart unterschiedlich, Packungsanweisung beachten)
  7. In der Zwischenzeit eine große Pfanne mit etwas Öl auf mittlerer Stufe erhitzen und die Bällchen hineingeben.
  8. Die Bällchen 5 Minuten braten, dabei immer wieder wenden.
  9. In der Zwischenzeit die Zwiebel schneiden.
  10. Nach den 5 Minuten die Zwiebel dazu geben und noch mal 1 Minuten braten. Die Kofta sollten jetzt gut angebraten und die Zwiebel leicht geschmort sein.
  11. Die passierten Tomaten und die Kokosmilch in die Pfanne dazu geben.
  12. Den Zitronensaft hineingeben und die Gewürze dazu mischen. Seid vorsichtig mit den Chilliflocken. Nehmt lieber erst wenig und probiert euch dann langsam bis zum gewünschten Schärfegrad vor.
  13. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  14. Die Soße köcheln lassen bis der Reis fertig gekocht hat.
  15. Alles warm servieren.
  16. Das Essen genießen 🙂

Bananen Snickers Shake

Der Winter neigt sich dem Ende zu und nachmittags ist es in der Sonne schon richtig angenehm. Und direkt habe ich Lust auf etwas süßes, kaltes und erfrischendes. Wie Eis.

Oder diesen super einfachen mega leckeren und gesunden Bananen Snickers Shake.

Und sind wir mal ehrlich, Schokolade macht echt alles besser, oder?

Das ist echt eines meiner absolut liebsten Wohlfühl-„Getränke“ für die wärmere Jahreszeit, wenn so langsam das Bedürfnis nach etwas kaltem den „Heiße-Schokolade-Wunsch“ ersetzt.
Versteht mich da bitte nicht falsch, Kakao geht definitiv immer, aber dieser kalte Shake in der Sonne ist wirklich einfach herrlich.

Ich hatte in letzter Zeit wieder etwas Stress und hatte deswegen weniger Zeit (oder eher Nerven) um hier zu schreiben, obwohl mir das eigentlich sehr viel Ruhe gibt und wahrscheinlich genau das ist, was ich in so einer Zeit eigentlich bräuchte.

Aber mit der Sonne kam auch etwas Ruhe zu mir zurück und ich bin froh, dass ich mich jetzt wieder den Dingen widmen kann, die ich wirklich gerne tue.

Und dazu gehört neben dem Backen, Kochen, Fotografieren und Schreiben eben auch das Probieren und Essen. Und dem widme ich mich immer gerne.

Ich will jetzt auch nicht mehr zu lange reden, ich hoffe ihr habt schon richtig Lust bekommen, euch mit eurem Schokoshake in die Sonne zu setzen und ein bisschen Energie zu tanken.

Wenn ihr nicht auf Erdnuss steht, könnt ihr natürlich auch ein anderes Nussmuß nehmen oder das einfach weglassen. Dann ist es eben ein Bananen Schoko Shake.

Je größer die Banane ist, desto dickflüssiger und süßer wird der Shake (auch je nach Reife). 2 kleinere Bananen funktionieren auch.

Das Rezept funktioniert mit jedem kleineren Mixer oder auch mit einem Pürierstab.

Zutaten für 1 (kleinen) Shake:

  • 1 große, sehr reife Banane
  • 100ml Wasser
  • 1 geh. EL Kakao
  • 1 geh. TL Erdnussmuß

Zubereitung:

  • Die Banane in Stücke schneiden/reißen.
  • Alles zusammen in einen Mixer geben und 1 Minute pürieren bis es eine homogene Masse ergibt.

Was trinkt ihr am liebsten, wenn ihr euch mal was richtig tolles gönnen wollt? Und seid ihr auch so Schokoladenliebhaber wie ich?

Pastinaken Nudeln – regional unverpackt

Zu einem meiner Vorsätze für dieses Jahr (und eigentlich auch generell dem Weg wie ich mein Lebem entwickeln und wer ich sein möchte) gehört mehr uneingepackte Lebensmittel ohne Plastik zu kaufen.

Gerade im Winter hat man da ja aber nun besonders was Obst und Gemüse betrifft deutlich weniger Auswahl als im Sommer. Man könnte also meinen da habe ich mir nicht gerade die einfachste Zeit ausgesucht (dabei habe ich eigentlich eher im November/Dezember angefangen, wobei das auch nicht besser ist).

Ich gehe also einmal die Woche auf dem Wochenmarkt und im Biomarkt einkaufen und packe es in meine eigenen Beutel und ICH HABE SO VIEL NEUES PROBIERT.

Und das obwohl Winter ist. Denn obwohl wir eigentlich durch die Globalisierung immer alles zur Verfügung haben, nutzen wir das doch – beim Thema essen – nicht so wirklich aus.

Dadurch, dass immer Tomaten, Paprika und frische Beeren da sind, ist von gerade saisonalen Lebensmitteln oft nicht viel zu sehen und wir kaufen nur immer wieder das gleiche, das ganze Jahr. Ich habe z.B. diesen Winter in keinem Supermarkt je Grünkohl gesehen, obwohl es doch als DAS Wintergemüse hier bekannt ist. Aber auf dem Markt konnte ich ihn dann kiloweise bekommen, höhö.

Und so geht es auch einigen nicht so bekannten Wintergemüse/-wurzelarten.

Ich hatte auch überhaupt keine Ahnung, was wann so wächst. Erdbeeren eher in Richtung Sommer, Spargel im Frühling und Kürbis zu Halloween. Das war so ziemlich mein ganzes Wissen bis ich mich dann Ende letzten Jahres etwas mehr damit beschäftigt habe.


Zu den mir unbekannten Lebensmitteln gehörte auch die Pastinake, welche ich in meinem Leben vorher noch nie gegessen habe und nur irgendwie wusste, dass es da wohl so etwas gibt.

Also habe ich mal geschaut, was man so damit machen kann. Und alles was dabei rauskam, waren Suppen und Eintöpfe. Ja das sind wärmende Wintergerichte, aber jetzt mal ehrlich, man muss doch auch andere Dinge im Winter essen/kochen können. Am besten noch mit frischem Grünkohl dazu.

Also habe ich diese Nudelpfanne mit Pastinakenstreifen kreiert und auch mein Freund war begeistert von der etwas morderneren Interpretation des Gemüses.

Es ist ein deftiges Gericht, dem durch die Pastinake und den nicht gekochten Grünkohl doch etwas frisches bleibt.

Gerade wer regional und trotzdem vielseitig kochen möchte, hat hiermit eine neue Zubereitungsidee welche mit der typischen Pastinakensuppe (die man auch super essen kann) nun mal so gar nichts zu tun hat.

Die Pastinake könnt ihr natürlich auch mit dem Spiralschneider nutzen, wenn ihr einen habt. Sonst nehmt den Sparschäler und schneidet das kleine Reststück einfach mit dem Messer.

Zu dem Gericht habe ich Sonnenblumenkerne angeröstet und sie am Ende noch drüber gegeben, was den Nudeln noch einen schön crunchigen Effekt verschafft hat.

Nun aber mal genug geredet, probiert es gerne aus und lasst euch überraschen.

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 große Pastinake
  • 3 EL Sojasoße
  • eine Hand voll Sonnenblumenkerne
  • eine große oder 2 kleine Knoblauchzehen
  • 200g Vollkornnudeln
  • 125g Räuchtertofu
  • eine große Hand voll Grünkohl (s. oben)
  • Kurkuma, Garam Masala, süßes Paprikapulver, Pfeffer & Salz
Den Grünkohl nur kurz unterrühren, damit er schön knackig bleibt.

Zubereitung:

  1. Die Pastinake mit dem Sparschäler in Streifen schneiden.
  2. Die Nudeln nach Packungsanweisung in leicht gesalzenem Wasser kochen.
  3. In der Zwischenzeit die Sonnenblumenkerne ohne Öl in der Pfanne rösten.
  4. Die Knoblauchzehe(n) vierteln und zu den Kernen in die Pfanne geben und 5 Minuten rösten.
  5. Die Kerne aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.
  6. Den Tofu in Stückchen schneiden und mit etwas Öl (ich nehme Rapsöl) für ca. 2 Minuten anbraten, dann die Pastinakenstreifen dazu tun.
  7. Die Pastinaken-Tofu-Mischung mit Kurkuma, Garam Masala und süßem Paprikapulver würzen.
  8. Dann die Sojasoße dazugeben und das ganze verrühren.
  9. Die inzwischen gekochten Nudeln mit 1 EL vom Nudelwasser untermischen und dann den Grünkohl dazugeben.
  10. Nur kurz unterrühren, mit (bestenfalls) frisch gemahlenem Pfeffer und den gerösteten Sonnenblumenkernen garnieren und servieren.

Was ist euer liebstes Wintergericht? Schreibt es mir gerne in den Kommentaren.